TONFOLGEN

Soziale/​gesellschaftliche Innovation: Anke Feierabend, TonFolgen-Projekt für therapeutischen Musikunterricht

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Dank des besonderen Engagements und der hilfreichen Unterstützung durch das TZEW und die ARTIE bin ich in die Lage versetzt, das TonFolgen-Projekt kontinuierlich voranzutreiben.“

Anke Fei­er­abend, Schne­ver­din­gen, Grün­de­rin des Ton­Fol­gen e. V. – Ver­ein für the­ra­peu­ti­schen Musik­un­ter­richt sowie Initia­to­rin des Ton­Fol­gen-Pro­jek­tes

AUFGABENSTELLUNG:

Frau Anke Fei­er­abend, Vio­li­nis­tin, Musik­päd­ago­gin, Musik­ge­rago­gin, Bil­dungs­re­fe­ren­tin wie auch Kal­li­gra­phin und Krea­tiv­the­ra­peu­tin mit Schwer­punkt Pal­lia­tiv­be­reich, unter­rich­tet seit 2009 demen­zi­ell erkrank­te Men­schen auf Instru­men­ten. Dar­aus ent­wi­ckel­te sie die Anke Fei­er­abend-Metho­de® (AFM), eine musi­ka­li­sche Unter­richts­me­tho­de spe­zi­ell für Men­schen mit Demenz. Sie ermög­licht den Erkrank­ten, selbst aktiv zu musi­zie­ren, was zu erstaun­li­chen Ent­wick­lungs­schrit­ten bei ihnen führt. Der inno­va­ti­ve, the­ra­peu­ti­sche Musik­un­ter­richt nach der AFM ver­setzt die demenz­kran­ken Schü­ler erst­mals in die Lage, Kom­pe­ten­zen zu zei­gen, die sonst nicht mehr zum Vor­schein kom­men. Die Erfol­ge der AFM basie­ren vor allem auf der spe­zi­ell auf demen­zi­ell ver­än­der­te Men­schen und ihre per­sön­li­che (Musik)Biografie aus­ge­rich­te­te Unter­richts­me­tho­de (vali­die­ren­der Musik­un­ter­richt), der Eigen­schaft des musi­ka­li­schen Lang­zeit­ge­dächt­nis­ses, als ein­zi­ge Hirn­re­gi­on auch im fort­ge­schrit­te­nen Sta­di­um nicht von der Alz­hei­mer-Krank­heit befal­len zu wer­den, und auf der uner­war­te­ten Akti­vie­rung des musi­ka­li­schen Kurz­zeit­ge­dächt­nis­ses im Unter­richt.

Doch außer Frau Fei­er­abend beherrscht noch nie­mand die­se Unter­richts­me­tho­de, die sich grund­le­gend von nor­ma­lem Musik­un­terr­richt unter­schei­det. Es ist also drin­gend not­wen­dig, ande­re Musi­ker in der AFM aus­zu­bil­den, damit vie­le Erkrank­te die­se wert­vol­le Hil­fe erhal­ten kön­nen.

LÖSUNGSANSATZ:

Bereits 2014 hat Anke Fei­er­abend den Ton­Fol­gen e. V. – Ver­ein für the­ra­peu­ti­schen Musik­un­ter­richt gegrün­det, der sie dar­in unter­stützt, die AFM zu ver­brei­ten. Gleich­zei­tig initi­ier­te Frau Fei­er­abend das Ton­Fol­gen-Pro­jekt, des­sen Ziel es ist, die Wei­ter­bil­dung in der AFM für ent­spre­chen­de Berufs­grup­pen (Musi­ker, Musik­päd­ago­gen, Musik­ge­ra-gogen, Musik­the­ra­peu­ten) zu imple­men­tie­ren. Frau Fei­er­abend bie­tet Bera­tung für Betrof­fe­ne, Ange­hö­ri­ge und Inter­es­sier­te und lei­tet Semi­na­re für ver­schie­de­ne Berufs­grup­pen. Par­al­lel wird die Über­trag­bar­keit der AFM auf ande­re Krank­heits­bil­der (Par­kin­son, Schlag­an­fall, Apha­sie, Autis­mus, Läh­mung nach Unfall, Depres­si­on) unter­sucht.
Die AFM wird von Dezem­ber 2018 bis Ende 2020 Gegen­stand eines zwei­jäh­ri­gen wis­sen­schaft­li­chen Pro­jek­tes in Koope­ra­ti­on mit der Uni­ver­si­tät Vech­ta sein. Dar­in wird aus der prak­ti­schen Arbeit der AFM her­aus Lehr­ma­te­ri­al (Lehr­fil­me und Hand­bü­cher) für o. g. Berufs-grup­pen erar­bei­tet.

Das TZEW und die ARTIE unter­stüt­zen Frau Fei­er­abend durch Bera­tung, Coa­ching, Finan­zie­rung und Öffent­lich­keits­ar­beit bei der Umset­zung ihres Pro­jek­tes. Auf Emp­feh­lung des TZEW wur­de Frau Fei­er­abend 2014 für den ARTIE-Inno­va­ti­ons­preis nomi­niert, mit dem sie in der Kate­go­rie “Son­der­preis” im Bereich sozialer/​gesellschaftlicher Inno­va­ti­on aus­ge­zeich­net wur­de.

TZEW Auf­ga­be: Bera­tung, Coa­ching, Finan­zie­rung, Öffent­lich­keits­ar­beit
Unter­neh­men: Ton­Fol­gen-Insti­tut für the­ra­peu­ti­schen Musik­un­ter­richt
Ansprech­part­ner: Anke Fei­er­abend
Stadt/​Landkreis: Schne­ver­din­gen /​Hei­de­kreis
Web­site: www​.anke​fei​er​abend​.de

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