PROLUTIONS GMBH

Patentierung eines neuartigen Ventils für einen Prothesenschaft

Im Rahmen des Expertengespräches mit dem TZEW wurde uns die Möglichkeit geboten, die unterschiedlichen Schutzrechtsmöglichkeiten für unsere Projekte umfassend zu diskutieren. Wir konnten so einen detaillierten Überblick zu bestehenden Optionen gewinnen und diese nun abwägen. Den neu gewonnenen Kontakt zu RA Meyer begrüßen wir.“

Stef­fen Jahn­ke, Ste­fan Berg­an­de (GF Pro­lu­ti­ons GmbH)

AUFGABENSTELLUNG:

Die Fa. Pro­lu­ti­ons hat sich auf die Her­stel­lung von Schäf­ten für Pro­the­sen spe­zia­li­siert. Dar­über hin­aus hat das Unter­neh­men eine Rei­he von Pro­duk­ten rund um die Kupp­lungs­stel­le Schaft-Pro­the­se ent­wi­ckelt und führt außer­dem Semi­na­re, Schu­lun­gen und Bera­tun­gen zum The­ma Schaft­ver­mes­sung und ‑her­stel­lung durch. Der Pro­the­sen­schaft ist das Ver­bin­dungs­stück zwi­schen dem mensch­li­chen Kör­per und einer Pro­the­sen­kom­po­nen­te und immer eine Ein­zel­an­fer­ti­gung. Der Stumpf wird zunächst ver­mes­sen und die Daten in eine CAD-Soft­ware über­nom­men. Nach Aus­wahl eines Grund­mo­dells wird durch Tief­zie­hen eines ther­mo­plas­ti­schen Kunst­stof­fes über die­ses Grund­mo­dell ein soge­nann­ter Dia­gno­se­schaft gefer­tigt. Der Dia­gno­se­schaft wird min. 14 Tage pro­be­wei­se getra­gen. Die Pass­form kann in die­ser Zeit durch ther­mi­sche Behand­lung noch wei­ter opti­miert wer­den. Erst danach wird der end­gül­ti­ge Schaft erstellt. Die­ser wird zum Bei­spiel aus Car­bon-Prep­reg mit einem Sil­kon-Innen­schaft gefer­tigt. Der Schaft der Ober­schen­kel­pro­the­se wird auf den Stumpf des Benut­zers auf­ge­setzt und übli­cher­wei­se über Unter­druck fest­ge­hal­ten. Hier­zu ist an einer geeig­ne­ten Stel­le des Schafts ein Ven­til ange­ord­net, wel­ches der bedarfs­wei­sen Belüf­tung oder Ent­lüf­tung des Schaftin­ne­ren betä­tigt wird. Bekann­te Ven­til­for­men ste­hen mehr oder weni­ger deut­lich aus der Ober­flä­che des Schaf­tes her­vor, was oft als nega­tiv emp­fun­den wird. Die Fa. Pro­lu­ti­ons hat ein neu­ar­ti­ges Ven­til mit einer deut­lich redu­zier­ten Bau­hö­he ent­wi­ckelt.

LÖSUNGSANSATZ:

Nach ein­ge­hen­der The­men­auf­nah­me durch das TZEW ergab sich fol­gen­der Hand­lungs­be­darf:

  • Mög­lich­keit einer Schutz­rechts­an­mel­dung und Lizen­zie­rung des Pro­the­sen­schaft-Ven­tils
  • Mög­lich­kei­ten der finan­zi­el­len Unterstützung/​För­de­rung einer Schutz­rechts­an­mel­dung
  • Mög­lich­kei­ten einer Schutz­rechts­an­mel­dung für eine selbst ent­wi­ckel­te Soft­ware zur Ver­ar­bei­tung der Daten bei indi­vi­dua­li­sier­ten Pro­the­sen­schäf­ten

Sämt­li­che Fra­ge­stel­lun­gen wur­den dar­auf­hin im Rah­men eines mehr­stün­di­gen Exper­ten­ge­sprä­ches mit einem Patent­an­walt erör­tert. Dabei stell­te sich her­aus, dass die Vor­aus­set­zun­gen für das Anmel­den von Schutz­rech­ten grund­sätz­lich vor­lie­gen, mit Blick auf Rechts­be­stän­dig­keit aber geson­dert zu prü­fen sind. Nächs­te Schrit­te wie Recher­che zum Stand der Tech­nik und die Bean­tra­gung von För­der­mit­teln wur­den ver­ein­bart.

TZEW Auf­ga­be: Bera­tung zu Schutz­rechts­an­mel­dung, Lizen­zie­rung, För­der­mög­lich­kei­ten
Unter­neh­men: Pro­lu­ti­ons GmbH
Ansprech­part­ner: Ste­fan Berg­an­de
Stadt/​Landkreis: Celle/​Celle
Web­site: www​.pro​lu​ti​ons​.de

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